2004 wurde die Neuordnung der Produktionsstandorte
abgeschlossen und die Produktion
größtenteils auf die deutschen Werke Norderstedt
und Moosburg konzentriert. So wurde
die Produktion in den Werken Leighton
Buzzard (Großbritannien), Argentan (Frankreich)
und Madrid (Spanien) im Laufe 2004 beendet
und teilweise nach Deutschland rückverlagert.
Im Werk Moosburg wurde die Produktion verbrennungs-
und elektromotorischer Gegengewichtsstapler
zusammengefasst, im Werk
Norderstedt die Produktion der Elektro-Niederhub-
und Hochhubwagen. Die bis Mitte 2004
im Werk Argentan produzierten Handgabelhubwagen
werden jetzt vom chinesischen
Unternehmen Ningbo Ruyi Joint Stock Co., Ltd.
bezogen. Mit Ningbo Ruyi hat Jungheinrich
einen Liefervertrag abgeschlossen und sich im
Rahmen eines Joint Ventures mit 25 Prozent an
diesem Unternehmen beteiligt.
Im Werk Norderstedt (Deutschland) werden
Elektro-Niederhub- und -Hochhubwagen sowie
Elektro-Schubmaststapler produziert. Darüber
hinaus fertigt das Werk Hubgerüste, Elektronik-
Fahrzeugsteuerungen und Batterieladegeräte.
Die Produktionsverlagerung von Elektrofahrzeugen
aus den Werken Argentan (Frankreich)
und Madrid (Spanien) in das Werk Norderstedt
erforderte die Neustrukturierung der Montage
von Elektro-Niederhub- und -Hochhubwagen.
Zur Steigerung der Produktivität und
Qualität wurden in der Vorfertigung für die
Elektro-Niederhub- und -Hochhubfahrzeuge
zwei Roboter zum Schweißen von Lastrahmen
und Gabelzinken der Niederhubwagen installiert.
In der Fahrzeugmontage wurden umfangreiche
Maßnahmen vorbereitet, die 2005 umgesetzt
werden und zur Verbesserung der Produktivität
führen sollen. Ende 2004 begann die
Produktion des Hochhubwagens EJC 110, Baureihe
1, der mit seinem modularen Aufbau eine
neue Generation von Fahrzeugen einleitet.
Bei den Elektro-Schubmaststaplern wurde die
Produktion der Baureihe 3, ETM/V 320-325,
gestartet. Diese basiert auf der Produktstruktur
des neu eingeführten Schubmaststaplers der
Baureihe 2.
Das Werk Lüneburg (Deutschland) ist für die Produktion
kleiner Serien, für spezifische Kundenanpassungen
von Serienfahrzeugen und für
Sonderanfertigungen verantwortlich. 2004
startete dort die Fertigung des Vertikalkommissionierers
EKS 110, der in Kleinserie hergestellt
wird.
Das Werk Moosburg (Deutschland) stand 2004
ganz im Zeichen der verbrennungsmotorischen
Gabelstapler. Die im Herbst 2003 begonnene
Produktionsverlagerung von Leighton Buzzard
(Großbritannien) in das Werk Moosburg wurde
2004 abgeschlossen. Damit sind jetzt alle
Gegengewichtsstapler am Standort Moosburg
konzentriert und Synergieeffekte können
innerhalb der unterschiedlichen Antriebsarten
besser genutzt werden.
Im Sommer 2004 erfolgte der Serienanlauf
eines komplett in Moosburg neu entwickelten,
sehr robusten Diesel-/Treibgasstaplers für den
harten Industrieeinsatz. Im Bereich der Elektro-
Gegengewichtsstapler wurde die Baureihe 5
mit dem EFG 535 komplettiert. Jungheinrich
bietet damit jetzt ein lückenloses Programm
von 1,0 - 5,0 Tonnen Tragfähigkeit. Eine Weltneuheit
ist der Elektro-Gegengewichtsstapler
EFG D30 mit Drehkabine für den sicheren und
bequemen Transport sperriger Lasten. Dieses
Gerät wurde in Moosburg zur Serienreife
gebracht. Alle Elektro-Fahrzeuge haben Drehstromantrieb
für hohe Umschlagleistung und
niedrigen Energieverbrauch.
Die Produktlinie "Lager- und Systemfahrzeuge"
hat ihre Stellung als weltweit größter Produzent
für Hochregal- und Kommissionierstapler
weiter ausgebaut. In der Produktion hat das
Unternehmen u. a. in den Bereich "Inbetriebnahme
und Konfiguration" der Systemfahrzeuge
investiert. So erfolgt künftig die Inbetriebnahme
der Geräte automatisch: d. h.,
kundenspezifische Daten werden aus dem SAPSystem
von Jungheinrich gezogen und "programmieren"
die Fahrzeuge genau auf den
jeweiligen Einsatz. Ein weiterer Vorteil: Alle
Programme und Fahrzeugdaten werden dabei
im System hinterlegt und sind für spätere Rückfragen
oder Ferndiagnosen schnell verfügbar.
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